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Schritt für Schritt-Anleitung: Wie Sie Ihren Schrott zu Geld machen

Schritt für Schritt-Anleitung: Wie Sie Ihren Schrott zu Geld machen

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie in ihren Garagen und Dachböden nicht nur Unrat, sondern auch wertvolle Altmetalle, Stahl oder Elektroschrott lagern, die zu Geld gemacht werden können.
In diesem Artikel geht es darum, wie der Verkaufsprozess von Schrott funktioniert und wie viel Geld Sie erhalten können.

Millionen Tonnen Schrott stapeln sich in Garagen, Kellern, Dachböden und auf privaten Grundstücken in Deutschland. Für viele Menschen ist der meist über Jahre angesammelte Unrat schlicht Müll, den sie am liebsten loswerden möchten.

Allerdings lohnt es sich, den vermeintlichen Plunder genauer zu betrachten, bevor man ihn auf die Müllkippe bringt. Denn der alte Gartengrill, die verrostete Schubkarre oder der antike Zinkeimer könnten einem Schrotthändler durchaus noch etwas wert sein.

Vor allem Altmetalle, alte Elektrogeräte und Stahlschrott bringen gute Erlöse. Da die Rohstoffe immer knapper werden und auch der Umweltaspekt zunehmend ins Bewusstsein der Gesellschaft rückt, steigt aktuell die Nachfrage nach Metallschrott.
Mittlerweile wird in Deutschland mehr recyceltes Kupfer verarbeitet, als aus Erz gewonnen wird. Neben Kupfer werden auch andere Buntmetalle wie Nickel oder Zink wieder aufbereitet.

Daher übernehmen Schrotthändler eine wichtige Rolle im Recyclingprozess. Jedes Jahr setzt die Branche allein in Deutschland mehrere Milliarden um.

Mit Ihrem Schrott Geld verdienen

Auch Sie können mit Ihrem Metallschrott, Ihrem alten Auto und den unbrauchbar gewordenen Elektrogeräten etwas Geld verdienen, wenn Sie den Schrott bei einem privaten Schrotthändler abgeben. Kommunale Sammelstellen zahlen Ihnen nämlich in der Regel kein Geld dafür.

Schauen Sie doch gleich mal in unserer Schrotthändler-Liste nach, welche Händler in Ihrer Nähe sind und welche Schrottarten man dort abgeben kann.

Was kann verkauft werden?

Nicht alles, was sich in Ihrem Keller angesammelt hat, lässt sich zu Geld machen. Daher ist es wichtig, zunächst den Schrott zu sortieren.

Altmetalle

Ankäufer haben grundsätzlich Interesse an so gut wie allen Altmetallen. Daher lohnt es sich bei nennenswerten Mengen, einen Schrotthändler zu kontaktieren, bevor man Metallschrott entsorgt. Besonders gefragt sind:

Aluminium: Das silbrig-weiße Leichtmetall Aluminium ist nicht magnetisch und wird vielfach als Konstruktionswerkstoff eingesetzt. Beispielsweise bestehen viele Bauteile von Elektrogeräten aus Aluminium. Auch Autofelgen, sowie Dosen und Tuben bestehen oft aus Aluminium. Da Aluminium vollständig recycelt werden kann, ist es wichtig, Gegenstände aus Aluminium nicht einfach im Hausmüll zu entsorgen.

Kupfer: Das bekannte, rötliche Schwermetall wird stark nachgefragt und erzielt daher aktuell einen recht guten Kilopreis. Als guter Stromleiter wird Kupfer vor allem in Kabeln eingesetzt. Aber auch im Dachbau spielt Kupfer eine wichtige Rolle. Viele Dachrinnen und Dachkanten sind aus dem witterungsbeständigen Material gefertigt. Allerdings nimmt am Dach verbautes Kupfer mit der Zeit eine bläulich-grüne Patina an. Darüber hinaus wird Kupfer bei Heizungsrohren eingesetzt.

Extra-Tipp: Falls Sie Kupferkabel abgeben möchten, kann es sich für Sie lohnen, vorher mit einer Abisolierzange die Gummierung zu entfernen. Denn der Preis hängt immer auch von der Reinheit des Kupferschrottes ab. Grundsätzlich gilt: Je höher der Kupferanteil im Kabel, desto höher der erzielbare Preis.

Zinn: Haben Sie auch noch einen alten Zinnteller, Zinnfiguren oder Zinnkrüge von Ihrer Oma? Falls Sie die Zinngegenstände nicht auf einem Flohmarkt oder bei Ebay verkaufen möchten, können Sie die Dinge auch zum Schrotthändler bringen. Der Preis für das silbrige Schwermetall Zinn ist mit um die 16 Euro pro Kilo sehr gut.

Zink: Das unedle Metall Zink hat eine helle, silberne Farbe und ist relativ leicht. Es wird vor allem für Dachrinnen verwendet.

Bei allen anderen Metallen, die nicht in der Liste oben aufgeführt sind, lohnt es sich, bei Metallankäufern nachzufragen. Viele Händler nehmen Ihnen auch Blei, Messing oder Edelstahl ab.

Stahl und Eisen

In vielen Haushalten sammeln sich Gegenstände aus Stahl, die nicht mehr gebraucht werden. Dazu gehören beispielsweise alte Bettgestelle, Kinderwagen, die Ständer von Bügelbrettern, sowie die Rahmen von Fahrrädern. Aber auch viele Werkzeuge bestehen aus schwerem Eisen. Sie erkennen Gegenstände aus Eisen daran, dass sie magnetisch sind und ein recht hohes Gewicht haben. Eine Rostschicht glänzt Eisen von rostfreiem Edelstahl und Hartmetallen ab. Die Preise für Eisen sind allerdings nicht sehr hoch.

Allgemeine Tipps für den Verkauf von Altmetallen, Eisen und Stahl:

  • Sortieren Sie die Altmetalle vor. Wenn Sie sich nicht sicher sind, um welches Metall es sich handelt, kann Ihnen ein fachkundiger Schrotthändler weiterhelfen.
  • Es gilt: Je reiner der Schrott, desto höher der erzielbare Preis. Daher sollten Sie Verunreinigungen und andere Materialien entfernen. Beispielsweise sollten Sie eine alte Schubkarre auseinanderbauen und die Holzgriffe sowie das Rad entfernen.
  • Der Schrott sollte ausreichend sauber und frei von Ölen sein

Elektroschrott

Leider landen jedes Jahr bis zu 5 Millionen Smartphones auf den deutschen Müllkippen. Das ist nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern auch schlecht für den Geldbeutel: Denn die kleinen elektronischen Begleiter sind noch etwas wert. Sie enthalten viele seltene Materialien und Metalle, die recycelt werden können. In einer Tonne Smartphones stecken zum Beispiel 1,375 Kilo Silber und etwa 300 Gramm Gold.

Aber nicht nur Handys, Laptops und Tablets lassen sich zu Geld machen. Fragen Sie am besten bei einem Schrotthändler in Ihrer Nähe (Link: https://schrottplaetze.org/) nach, ob er Ihre alten Elektrogeräte annimmt.

Extra-Tipp: Nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz müssen größere Hersteller ihre Geräte kostenfrei zurücknehmen.

Holen Ankäufer den Schrott ab, oder muss ich ihn selbst liefern?

Wie Sie bereits wissen, ist vor allem Metallschrott einiges wert. Daher bieten viele Ankäufer mittlerweile den Service, den Schrott direkt bei Ihnen zu Hause abzuholen. Bei nennenswerten Mengen ist die Abholung meist sogar kostenfrei.

Der Schrotthändler liefert Ihnen dazu einen passenden Container direkt vor Ihre Haustüre. Nachdem Sie den Container gefüllt haben, wird er vom Unternehmen wieder abgeholt – ganz einfach und unkompliziert.

Anschließend wird der Schrott beim Schrotthändler aussortiert und gewogen. Danach erhalten Sie den tagesaktuellen Wert Ihres Schrotts ausgezahlt.

Bei Unrat, der keinen Erlös erbringt (z.B. Bauschutt) ist es besser, ihn selbst zu einer Deponie zu fahren, um Kosten zu sparen.

Sollte ich meinen Schrott online verkaufen?

Mittlerweile gibt es sehr viele Online-Schrotthändler. Man trägt einfach die Art und Menge des Schrottes in ein Online-Formular ein. Anschließend erhält man meist vom Händler eine Versandmarke. Per Paket schickt man anschließend den Schrott an den Online-Ankäufer.

Da die einzelnen Pakete meist mit nur bis zu 30 Kilo gepackt werden können, eignet sich der Versand nicht für größere und sperrige Metallteile. Zudem muss man sich genau auskennen und die einzelnen Altmetalle korrekt unterscheiden können.
Für kleinere Mengen Schrott ist das sicherlich eine gute Methode. Wenn Sie allerdings große Mengen haben, sollten Sie sich besser an einen lokalen Schrotthändler wenden.

Mit wie viel Geld kann ich rechnen?

Wie bei allen anderen Märkten hängen auch die Schrottpreise immer von Nachfrage und Angebot ab. Daher schwanken die tagesaktuellen Preise etwas. Die Branche orientiert sich bei der Preisfindung an der Metallbörse in London.

Aber der Preis, den Sie für Ihren Schrott erhalten, ist nicht nur vom aktuellen Tageskurs und der Art des Materials abhängig. Auch die Reinheit des Schrottes spielt eine wichtige Rolle. Denn je stärker die Anlieferung mit anderen Stoffen verunreinigt ist, desto aufwendiger ist die Wiederaufbereitung. Daher gilt: Je reiner der Schrott, desto höher der Preis.

Es lohnt sich also, den Schrott auszusortieren. Wenn Sie größere Mengen verkaufen möchten, sollten Sie an einem Tag verkaufen, an dem der Preis für die entsprechende Schrottart recht hoch ist.

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Schrottpreise.

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